Donnerstag, 12. März 2015

... es hat nicht sollen sein ...

Ja, eigentlich hätte ich wie die letzten Jahre um diese Zeit nochmals vom Winter berichten wollen ...


... von blauem Himmel, Sonnenschein ... von den allerbesten Schneeverhältnissen ... tja ...


... wirklich berichten kann ich euch schon von Zermatt. Der Himmel wäre tatsächlich blau gewesen, das Wetter in dieser Woche ein Traum und die Schneeverhältnisse der Hammer! Und wie ihr seht, waren wir tatsächlich auch da - eben in Zermatt! Aber leider konnten wir den Schnee- und Skitraum nur gerade mal gute zwei Stündchen geniessen und dann ist mir so ein Dödel oben am Berg beim Abfahren vom Sessellift hinten über die Skier gefahren, meine Skis hats vorne zusammengedrückt und ich bin rücklings auf die pickelharte Piste geknallt und das wars dann auch schon!


Was eben bedeutete, dass ich nur noch blauen Himmel sah, mich kaum mehr bewegen konnte, gerade mal so mit Ach und Krach wieder runter zum Notarzt kam (nicht mehr auf den Skiern), Gottseidank vorerst "nur" Prellungen, Quetschungen, Blutergüsse festgestellt wurden ...


... was aber für mich auch bedeutete, sicherlich keine Skier mehr anzuschnallen in diesem Winter.


Ja, man macht echt grosse Augen, kanns kaum begreifen, weil alles so schnell abläuft und man sich so ausgeliefert und hilflos vorkommt. Aber ich glaub, ich hab auch riesig Glück gehabt, denn bei diesem Aufprall hätte es wahrlich viel schlimmer kommen können ...

Nun, der Unfall zwang uns, unsere Ferien in Zermatt abzubrechen und nachhause zu fahren ...

... in den Frühling! Ist ja auch schön! Aber vorderhand kann ich einfach mal alles anschauen, an irgendwas irgendwo Werkeln ist nicht zu denken ... Rücken lässt grüssen.


Beim Anblick der Helleboren, die ihre wunderschönen Köpfchen allesamt nach unten senken, kam mir gleich mein Sturz wieder in den Sinn, nur war mein Blick geradewegs in die andere Richtung gerichtet.


Etwas Abwechslung und viel Frühlingsbunt brachte heute ein kleiner Ausflug in ein Gartencenter ... aber ich hab mich zurückgehalten und hab dann gerade mal ein einzigs Blümchen gekauft.

Und dann hiess es doch noch etwas Frühlingssonne und blauen Himmel geniessen ...


Und ihr könnt unschwer erkennen, wer über unsere vorzeitige Rückkehr sicherlich erfreuter war wie eben der Walti und ich ;-)

Hm, ihr bemerkt, gerade glücklich bin ich über die Situation nicht wirklich, aber es heisst einfach annehmen. So schnell ist etwas passiert und es kann ja nicht nur immer die anderen treffen. Aber es zeigt halt auch wieder mal mit aller Deutlichkeit, wie von einem Moment zum nächsten alles anders sein könnte. Und drum ...


... freue ich mich jetzt an der Frühlingssonne, ich freue mich daran, dass die Schmerzen schon ein bisschen weniger sind, ich freue mich auf den Samstag, wenn mein Bruder heiratet und ich freue mich an den ersten Häschen, die seit heute ihren Platz im Haus gefunden haben. Und freuen tue ich mich letztlich darüber, dass ich doch einfach Glück im Unglück hatte, so wie es heute zu sein scheint.

Hebet eu au Sorg!


Eure Ida


Donnerstag, 26. Februar 2015

Vorbei ...

... sind sie nun wieder. Nämlich "Die drey scheenschte Dääg"!
(Die drei schönsten Tage).


Und angefangen hat alles damit ... dem "Morgestraich" am Montag in der früh um 4!


Wir selber haben daran aber nicht teilgenommen, das war uns denn doch zu früh und nein, so angefressen sind wir nun auch wieder nicht von der Basler Fasnacht. Aber ... ich könnte schon sagen, dass wir "Sympathisanten" sind. Ja wir mögen sie, die Basler Fasnacht - als Besucher.


Und so sind wir gestern Abend in die Stadt gepilgert ... haben uns unter die grosse Menschenmenge begeben ...


Haben noch einen Teil vom "Cortège" erlebt (= Umzug, aber an der Basler Fasnacht ist es eben kein Umzug sondern eben der Cortège).


Sind durch die Gassen flaniert und haben überall die "Cliquen" angetroffen mit Trommlern, Pfyfern ...


Haben wie fast jedes Jahr Schnitzelbängg reingezogen ... Herrlich kann ich da nur sagen!


Sie haben sich wieder Vieles einfallen lassen ... Aber nein, einfallen lassen mussten sie sich das gar nicht, denn aufs Korn genommen wurden all die besonderen Begebenheiten, welche eben in Basel selbst, aber auch regional, kantonal, schweizweit, ja zum Teil weltweit für Schlagzeilen gesorgt haben im letzten Jahr. Da war echt Unterhaltung angesagt und viele Lacher waren dem Abend gewiss!


Und dann ging es wieder in die Nacht hinaus. Alles schien nochmals auf den Strassen und Gassen unterwegs zu sein ... bis am Donnerstagmorgen um 4! Dann war nämlich der Endstreich.

Nun ...


... wir haben dann doch nicht bis dahin durchgehalten. Heisst es doch für uns heute in der früh wieder an die Arbeit.

Schön wars. Unser Abend an der Basler Fasnacht :-)

Habt eine richtig gute Restwoche!

 Bildergebnis für Konfetti

 Eure Ida

(... übrigens, diese bunten kleinen Dinger, die zentimeterdick auf den Strassen rumlagen, die heissen in Basel "Räppli"!)

Freitag, 20. Februar 2015

Déjà vu ...

Kennt ihr das? Da ist man irgendwo, sieht einen Gegenstand oder man nimmt einen Geruch wahr, eine Bewegung, die einem bekannt vor kommt, oder was auch immer und ja, man wähnt sich in irgendeiner Situation, die man bereits einmal erlebt hat, ja man wähnt sich vielleicht in einer Zeit, die 20 Jahre und länger zurück liegt.

Tja, genau so ists mir  heute ergangen!


Aber die Zeit, in die ich mich zurückversetzt fühlte, als ich dieses "Möbelchen" unter meinen Fingern spürte, ja also die liegt so an die 40 Jährchen zurück.

Naaaaa, wisst ihr noch was das ist? Ja richtig, genau, es ist eine simple Schreibmaschine. So eine kleine praktische, die früher wohl in fast jedem Haushalt stand ... na ja, nicht ganz jedem, aber vielleicht fast ... - so, wie eben heute die Computer, die Handys, Tablets & Co.

Und auf so einer Schreibmaschine habe ich meine ersten "Gehversuche" in Sachen Typen mit 10 Fingern gemacht. Damit man blind schreiben lernte, waren farbige Hütchen auf den einzelnen Tasten, farblich so abgestimmt, dass man wusste, mit welchem Finger man welche Tasten tippen durfte. Meine Güte, was für eine Zeit das war. In der Berufsschule hatten wir natürlich grössere Modelle unter den Fingern - halt diese Büroschreibmaschinen, aber auch diese noch mechanisch. Und wenn man dann mal einen Fehler tippte, dann gab es diese Blättchen, die hiessen Tipp-Ex und in der Stifti (Lehre als Bürokauffrau), tja, da hatte ich einen Chef, der hat dann die geschriebenen Briefe kontrolliert - gegen das Licht gehalten, und wehe, es waren mehr wie zwei Tipp-Ex-Korrekturen im Brief ... wusch, und er musste neu getippt werden. Auch das Geräusch des Tippens in den Büros war allgegenwärtig. Und heute ... das Getippse auf der Tastatur ist im Vergleich dazu gerade mal ein Wimpernschlag. Was für eine Zeit das war.


Dieses gute Stück hab ich heute im Lädchen meiner Schwester angetroffen. Und sie hat mir erzählt, dass dieses gute Stück auch noch immer in Gebrauch sei. Sie schreibt damit Preisschildchen, etc. an. Natürlich konnte ich es nicht lassen und musste gleich darauf rumtippen.


Hach, schaut euch mal diese Schrift an. Herrlich, nicht!!! Gefüllte a's und e's und auch die s sind halbschattig. Suuuper! Genau solch auf alt getrimmte Schriften kann man heute im Internet auf den PC laden - und viele tun das auch.

Hm, erinnert ihr euch auch noch an die ersten elektrischen Schreibmaschinen. Und wenn man dann auf einer Kugelkopfschreibmaschine schreiben durfte, wow, was war das für ein Fortschritt. Denn den Kugelkopf, den konnte man auswechseln, und so hatte man verschiedene Schriften zur Verfügung und dann gabs sogar die ersten Maschinen mit Korrekturband - was für eine Erleichterung im Büroalltag das zu derjenigen Zeit war ... :-)


Nun, ich gestehe, grad so gleitig war ich auf diesem alten Stück dann doch nicht und müsste ich damit ein Protkoll schreiben, ich glaub, ich würde mir die Finger in kürzester Zeit wund tippen oder ganz gewiss würde ich einen ganz gewaltigen Muskelkater in den Mukis meiner Finger abkriegen (gibts das überhaupt *grins*).

Und wenn ich ganz ehrlich bin ... ja ich bin schon froh, haben wir dieses gute Stück hinter uns gelassen. Obwohl ... die Erinnerungen an die früheren Zeiten - ausgelöst durch diese kleine alte Schreibmaschine, die waren richtig schön.

Euch allen wünsche ich ein gemütliches und schönes Wochenende. Vielleicht auch wider mal mit etwas Zeit, in alten Erinnerungen zu schwelgen.

Eure Ida