Montag, 9. Juni 2014

Rosige Zeiten!!!

Es ist Sommer, es ist warm (ja ich wage zu sagen, es ist heiss mit heute 34° zu heiss für mich!).
Und es ist schon längst die Zeit der Rosen angebrochen.

Ein wunderschönes Schauspiel, welches uns die Natur bereitet und wir sind am Geniessen ... jeden Tag!



Am meisten überrascht mich in diesem Jahr das Trutchen! Ja die Gertrude Jekyll steht nun im zweiten Jahr und was aus dem kleinen Rosenstöcklein geworden ist, kann sich schon sehen lassen!


Schaut mal, wie sie sich verändert im Verlauf ihres Blütenlebens. Leider kann ich den Duft nicht dazugeben, aber ich kann euch versichern, er ist betörend!


Ja ich bin begeistert und danke Frau Gwundergarten, dass sie immer wieder von ihrem Trutchen gesprochen hat ... erst so bin ich auf sie gekommen!

Nicht minder freuen tue ich mich über die Abraham Darby!


Na ja, dieses etwas zusammengefallene Röschen lässt ja nicht wirklich grosse Freude aufkommen, aber ich sage nur eins: 34°! Also das lässt auch die stärkste Abraham Darby schlaff aussehen. Jederzeit würde ich diese Rose wieder in den Garten holen, obwohl, die ersten Jahre hatte sie etwas Mühe und kam etwas "gagelig" daher. Aber jetzt hält sie sich doch ziemlich wacker auf starken Stängeln.


Die Schneewittchen - sie blüht und blüht und blüht. Es ist diejenige, welche uns im Dezember noch Blüten schenkt und in diesem Jahr wars auch schon wieder die erste, die Ende April die ersten Blüten hervorbrachte ...  und dies, obwohl sie schon früh unter dem Mehltau litt.

Die Doris Tystermann gibt sich in unserem Garten auch die Ehre.


Nun, anzusehen ist sie ganz hübsch aber es ist nicht meine Rose. Es ist eine Edelrose und ich gestehe, ich mag die nicht mehr sonderlich.


Da ist der Leo schon ein anderes Kaliber. Obwohl er nun gar keinen Duft verströmt, mag ich diese Rose ungemein. Zuverlässig und robust kommt sie jedes Jahr aufs neue daher. In diesem Jahr scheinen mir die Blüten aber bereits jetzt etwas ausgebleicht zu sein ... na ja, bei dieser Wärme ;-)

Und dann wäre da noch die Ingrid Bergmann.


Autsch, auch sie hat angesengte Blütenblätter. Und ja, ihr vermutet es richtig - es ist auch nicht meine Lieblingsrose. Aber ich bin mal ehrlich, sie kommt ja eigentlich richtig toll daher, so als langstielige Schönheit, welche Mann gerne Frau schenkt! Also der Walti der mag sie sehr.

Und wenn wir schon bei rot sind ...


Da habe ich doch mit der Flammentanz noch so eine, welche sogleich in die Augen sticht. Sie steht an der Gartenlaube - es ist eine Kletterrose. In Büscheln blüht sie und ich mag sie eigentlich ganz gerne. Nur sie ist anfällig, einerseits gegen Sternrusstau - es kann schon mal vorkommen, dass sie alle ihre Blätter verliert, noch bevor sie die erste Blüte hervorbringt (obwohl, in diesem Jahr kommt sie diesbezüglich recht robust daher), dafür lümmeln sich viele Läuse an ihren Knöpfen.

An der Gartenlaube blühen derzeit aber auch die Ilse Kron ...


... und die New Dawn. Nur haben sich diese beiden dazu entschlossen, vorwiegend weit oben zu blühen, so sehe ich lediglich von weitem die Blütenpracht, aber das eine und andere Röschen verirrt sich dann schon mal durch das Laubendach ins Innere!

Auch die Morning Jewel hat ihren Platz an der Gartenlaube!


Ich mag sie sehr, obwohl auch sie keinen Duft verströmt. Sie ist eine zuverlässige robuste Blüherin. Die Blüten ähneln denjenigen von Edelrosen.

Und dann wäre da noch das Hochstämmchen! Und irgendwie habe ich bislang mit Hochstämmchen einfach nicht wirklich Glück. Die Rosarium Uetersen ist mir erfroren; das Schneewittchen hat den ersten Winter auch nicht überlebt und jetz eben dieses ...


Es ist eine Eglantyne. Da würde man am liebstgen wieder in die Blüten reinschlüpfen.


Dieser Duft. Einfach herrlich. Nun die Eglantyne präsentiert sich eigentlich auch als recht robuste Rose nur meine Wahl, sie als Hochstämmchen in den Garten zu holen, war eben wieder mal nicht so dolle. Die schweren Blüten lassen das Bäumchen daher eher etwas schwer und traurig daherkommen - wie mir scheint.

Die Electron ...

... wie auch die Pink Panther


... sind vor ein paar Jahren in unseren Garten gezogen und auch bei diesen würde ich heute nein sagen. Die Rosen als solche sehen fantastisch aus - aber irgendwie sind sie mir wieder etwas zu edel und auch die Blühfreudigkeit lässt doch etwas zu wünschen übrig. Oder mögt ihr Rosen, welche zwei drei Blüten hervorbringen und das wars dann? Na ja, vielleicht liegts ja auch an mir! Schliesslich bin ich längst keine Meisterin sondern einfach jemand, der Rosen mag, ihren Duft mag und an ihnen rumschnipselt so, wie ich denke, dass es recht sein könnte. Ich gestehe, ich zähle keine Augen beim Rosenschnitt - vielleicht liegts ja genau dadran, dass eben diese beiden nur so spärlich blühen. Also ich nehms mal auf meine Kappe :-)

Ganz anders aber dieses Röschen!



Büschelweise und ohne Namen kommts daher. Ich mags!

Und ich mag die Lawinia Kletterrose!


Auch sie stand in den ersten zwei drei Jahren ziemlich einsam da. Zwei Triebe, das wars dann auch. Und plötzlich - nach dem harten Winter vor zwei Jahren, da hat sie alles gegeben und seitdem steht sie als gesunde und robuste Rose in unserem Garten.

Zu guter Letzt zeige ich euch nochmals eine absolut ohne Duft!

 
Es ist die Eden Rose, welche auch seit zwei Jahren im Garten steht.
Sie ist eine Augenweide für sich. Gesund und mit tiefgründen glänzhenden Blättern steht sie da und erfreut uns mit ihren prallen Blüten. Ich möchte sie keinesfalls missen.

Es gäbe da noch die eine und andere, welche jetzt hier keinen Platz mehr gefunden hat, wie beispielsweise die Rose de Resht, welche seit letztem Herbst im Garten steht und uns mit den eher kleinen Blüten erfreut. Oder die Wenlok Buschrose. Ein wahrer Traum, welche aber bereits den ersten Blütenrausch hinter sich gebracht hat.
Auch wenn der Platz wirklich sehr beschränkt ist bei uns in unserem Gärtchen, vielleicht wird ja doch noch das eine und andere Röschen einen Platz finden ... irgendwann!

Euch allen wünsch ich nun einen guten Start in die Arbeitswoche.


Eure Ida

Freitag, 6. Juni 2014

Glasurschlacht im Keller ...

Ja, so könnte man diese Arbeit benennen.


Und es schaut auch nach einem Schlachtfeld aus ... hinten im Keller, da wo der Brennofen steht!

Glasieren ist wieder einmal angesagt.
Ich gestehe, ich mag diese Arbeit nicht (wirklich). Wahrscheinlich wird es Töpferkünstler/innen geben, die da mehr Enthusiasmus und Freude dreinstecken. Ich mach diese Arbeit einfach, weil sie eben dazu gehört - zur Keramik. Es muss mir "drum" sein und ich muss den für mich richtigen Zeitpunkt rauspicken ... und dann passts.

Und so hab ich also wieder mal zwei Abende diese Woche im Keller gewerkelt und mich mit den Glasuren beschäftigt und der dazugehörender Keramik.


So heisst es also mal die richtige Glasur finden für den Gegenstand, dann Glasur aufrühren ... und wenn eine Glasur dann einige Zeit nicht mehr verwendet wurde, heisst das ziemlich lange aufrühren bis sie schüttfertig ist. Und dann wird mal übergossen, Keramik geputzt, Gegenstände die im Gebrauch sind auch wieder gründlich abgewaschen, bevors dann an eine zweite oder dritte Glasur geht. Hm, ich glaub, ich hab einfach zuviele Glasuren im Keller ... ein paar weniger und die Entscheidung würde mir wohl leichter fallen, welche Glasur denn für welchen Gegenstand.

Und nein, es ist keine Schokoladenkugel, die ihr da seht. Die Glasur schaut nur so schoggimässig aus. Ganz wichtig ists auch den Boden der Keramik von der Glasur freizumachen, ansonsten dann wohl nicht nur der Gegenstand sondern auch die Platte im Ofen weggeschmissen werden kann, da sich beide für immer und ewig verbinden würden ... und wer will schon eine Keramikkugel mit einer Ofenplatte in den Garten stellen :-)


Einen Abend später im Töpferzimmerchen ... es schaut nicht besser aus - Glasurschlacht pur!

 
Und auch da wird Glasur aufgerührt, gepinselt ... Kugel um Kugel um Kugel!

Und dann ... die glasierte Keramik durfte in den Ofen hüpfen. Langsam aber stetig wird sie dann gebrannt - Höchsttemperatur bei diesem Brand war 1235°. Ganz schön glühend sag ich euch.


Nach rund 24 Stunden hat sich die Keramik dann in ihrem definitiven Kleid gezeigt! Und wieder einmal mehr war ich begeister ... ja ich bin es wohl wirklich jedes mal, wenn ich dann meine Wundertüte lüfte und sehe, dass der Brand passt, denn als selbstverständlich werde ich das niemals anschauen können ... bestimmen doch jedes Mal etliche Faktoren ein Gelingen oder ein Misslingen.

Diese Kugeln sind eine Auftragsarbeit - es soll eine Gartenstele geben!


Und begeister bin ich auch wieder mal über die Glasuren ... wie sich aus weiss oder grau oder braun ...


diese Farben hervorzaubern lassen - ist das nicht einfach grossartig?


Und selbst die Pünktli an den Möbelknöpfen sind allesamt noch da ... na ja, ich hab sie jetzt nicht gezählt.

Nun, Glasieren ist doch nicht so eine unrümliche Arbeit. Und so lange ich so gerne töpfere, werde ich nicht drumrum kommen - um immer wieder mal eine Glasurschlacht im Keller ;-) So werde ich also auch künftig immer wieder den für mich richtigen Zeitpunkt rauszupicken versuchen um diese Arbeit zu machen, die das Getöpferte erst zum Blickfang werden lässt (das gilt natürlich nicht für alle Keramik, ich spreche da jetzt ausschliesslich von meiner Keramik, meinem Stil).

Euch allen wünsche ich nun ein wunderschönes Pfingswochenende. Geniesst die ersten Sommertage!


Eure Ida

Sonntag, 1. Juni 2014

Es ist noch nicht zu spät ...

... auf dem Pfad der Rosen zu wandeln :-)

Oder anders gesagt:


Dem Schloss Heidegg einen Besuch abzustatten und in einen Rosenrausch zu verfallen!


Oh, ihr kennt das Schloss Heidegg nicht, ja dann schaut mal HIER.

Und wie gesagt, wir waren ja wegen den Rosen dort, schliesslich wollten wir nun einmal wirklich den aufgeblühten Rosengarten erleben!


Und wir waren auch nicht alleine da ... wie ihr oben seht :-)
Nu denn, Rosen haben wir tatsächlich angetroffen - die Frühblühenden ...


Wie bereits vor Jahren waren wir wieder einmal etwas zu früh dran! Denn die grosse Rosenblüte steht noch bevor ... also wer Lust und Zeit hat und in der Nähe vom Schloss Heidegg ist ... es ist noch nicht zu spät!


Ein wirklich tolles Ausflugsziel oberhalb des Baldeggersees.

Nu denn, wenn wir schon mal da waren ... und auf dem Nachhauseweg nicht mal einen grossen Umweg fahren mussten ... dann zweiter Versuch:

Und ja, ihr seht richtig, auch hier ist die Rosenblüte erst so richtig in den Startlöchern!

Natürlich liessen sich aber auch hier doch etliche Schönheiten blicken!


Und ich hab mich dann mal auf die Suche nach der schönsten Rose gemacht!

War es wohl die?


Oder vielleicht doch die?

Es hatte deren Viele - unglaublich wundervolle Rosen!


Und glaubt mir, ich konnte mich letztlich nicht entscheiden!


Auch dieser Schaugarten empfiehlt sich zum Innehalten, wer denn mal in der Gegend ist!


Und wenn ihr das Glück habt, eben nicht an einem Sonn- oder Feiertag dort zu sein. Nu denn ...


... dann nichts wie zu! Es hat all die Schönheiten im Angebot und wenn nicht Feiertag gewesen wäre, ich weiss nicht ... das eine und andere Röschen wär wohl mitgewandert.

Also, es ist wirklich noch nicht zu spät ...


... auf den Spuren der Rosen zu wandeln!

Geniesst den Restsonntag und habt wieder einen tollen Start in die neue Woche!


Eure Ida