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Mittwoch, 17. Dezember 2014

"Gits ächt Füessli oder gits e kei?" ...

... oder auf gut Deutsch gesagt: Gibt es wohl Füsschen oder gibt es keine?


Kennt ihr Änisbrötli? Es ist ein Weihnachtsguetzli, welches mein Walti einfach liebt. Ja ich behaupte mal, es ist wohl eines seiner allerliebsten Weihnachtsguetzli. Und nun ... ja also ich bin nicht so die, welche jetzt guetzlet ohne Ende! Nicht dass ich Guetzli nicht mögen würde, ooooh nein, ich liebe sie heiss und innig und sie kleben dann so um Weihnachten rum auch ganz hartnäckig an meinen Hüften fest, aber eben guetzle ... na ja.

Heute habe ich mir aber ein Herz gefasst und ich hab mich an Änisbrötli gewagt.


Habe dann mal mein uraltes Backbuch zu Hilfe genommen - es ist übrigens über 40 Jahre alt (ou weiha, bin ich denn schon soooo alt *grins*). Tja, und dass mir die Änisbrötli auch sicher gelingen, habe ich dann noch schnell im Netz nach einem passenden Rezept gesucht und nach diesem (Klick drauf) habe ich dann den Teig gemacht. 


Also schmecken tut der Teig ... das hat auch Walti bestätigt. Dann sollte es doch nicht so schwierig sein, eben auch Änisbrötli hinzukriegen mit Füsschen (was aber meines Wissens eben nicht wirklich am Teig liegt ... Internet sei Dank)! Oder was meint ihr? Kennt ihr Änisbrötli? Oder habt ihr sogar ein altes Familienrezept, welches garantiert, dass es eben Füsschen gibt?


Spass hats auf jeden Fall gemacht, wieder mal Änisbrötli zu machen. Ich gestehe, das letzte Mal ists echt Jahre, wenn nicht gleich Jahrzehnte her. Na ja, warum soll ich auch selber welche backen, wenn meine Schwägerin die weltbeste Änisbrötlibäckerin ist? Und auch von der Nachbarin haben wir schon welche geschenkt gekriegt. Nicht zu vergessen diejenigen von meiner Nichte, die auch welche gebacken hat und gestern brachte auch noch eine Freundin ein paar Versuecherli vorbei ;-) Ihr seht, wir müssen schon nicht auf die uh feinen Änisbrötli verzichten, wenn ich selber keine back.


Aber, ob meine Änisbrötli nun was geworden sind bzw. ob sie Füsschen gekriegt haben oder eben keine, also das kann ich euch frühestens morgen Abend verraten, denn die Guetzli müssen nun so an die 24 Stunden an der Luft trocknen.


Also ich bin gespannt ;-) ... und ich werde euch auf dem Laufenden halten.

Habt einen gemütlichen Abend!


Eure Ida

Mittwoch, 28. Mai 2014

aller süssen Dinge sind 3

Holunderblüte!
Ja sie ist voll im Gang. Der Garten ist derzeit eine Oase der Sinne. Einerseits der betörende Rosenduft, andererseits aber eben auch die Holunderblüte - ich liebe dieses süsse Willkommen beim Betreten des Gartens! Also was liegt da näher, als diesen wunderbaren Duft etwas einzufangen!


Aber nur Holunder wäre ja langweilig. Wie wäre es zusammen mit der Erdbeere?


Und so ist sie entstanden, die Erdbeerkonfi mit Holunderblüten

500 g Erdbeeren
160 g Gelierzucker
1 EL Zitronensaft
1 Handvoll Holunderblüten

Erdbeeren vorbereiten, mit Gelierzucker in einem Topf etwas ziehen lassen. Zitronensaft zufügen, unter Rühren aufkochen lassen und dann sprudelnd einkochen - mindestens 10 Min. Nach der Hälfte der Zeit die Holunderblüten unterrühren. Wer es mag, die Konfi so in vorbereitete Gläser füllen und verschliessen - ich selber habe die Masse püriert und dann abgefüllt. Morgen werde ich euch berichten können, wie sie schmeckt :-)



Und dann wäre da noch Holunder mit Zitrone!


Und damit habe ich den Holunderblütensirup angesetzt.

ca. 15 - 20 grosse Holderblütendolden
2 l Wasser
1,5 kg. Zucker
40 g Zitronensäure
1 Zitrone

Die Blütendolden und die in Scheibe geschnittene Zitrone mit 2 l kochendem Wasser übergiessen. Dann Zucker und Zitronensäure einrühren und auflösen. 24 Std. zugedeckt stehen lassen.
Danach alles durch ein Tuch abseihen, Blüten ganz feste ausdrücken. Aufkochen und siedend heiss in saubere Flaschen abfüllen. Fest verschliessen. Der sollte sich so sicher ein Jahr im Keller halten.

Mmmmh, wie wir den mögen!

Aber ... da wär dann noch das dritte Süsse - Holunder mit Orange, die beiden vertragen sich auch ganz schön gut sage ich euch!

Empfehlen kann ich euch diesen Holunderblütengelee mit Orangensaft.

10 Holunderblütendolden
3/4 lt. Orangensaft wenn möglich frisch gepresst
500 gr Gelierzucker
1 Zitrone - ausgepresst

Holunderblütendolden kräftig ausschütteln, Blüten mit der Hand oder einer Gabel abstreifen und in einer Schüssel mit dem Orangensaft vermischt rund einen Tag an einem kühlen Ort ziehen lassen.
Danach die Mischung durch ein Tuch abseihen und dabei die Blüten auch wieder gut auspressen. Gelierzucker zugeben und je nach Geschmack auch den Saft einer Zitrone. Die Mischung zusammen in einem grossen Topf rund 5 bis 10 Min. sprudelnd kochen. Abgeschäumt in heiss ausgespühlte Gläser füllen, fest verschliessen und ... ich stürze die danach noch kurz.


Und auch da kann ich euch erst übermogen berichten, wie der Gelee geworden ist. Ich kann das Rezept aber wirklich empfehlen, denn bereits im letzten Jahr ging dieer Gelee bei mir weg wie warme Weggli *lach*. Übrigens, ich weiss nicht, wie ihr das macht. Aber wenn in den Rezepten von wegen aufkochen 5 Min. steht, verdoppelt sich die Zeit bei mir garantiert, ansonsten der Gelee eben eher einem dickflüssigen Sirup gleicht. Sagt mal, habt ihr da ein Patentrezept, wie ihr die Konfi bzw. den Gelee schön dick hinkriegt?

So denn, jetzt wünsch ich euch gutes Gelingen, wenn ihr vielleicht das eine oder andere der drei süssen Rezepte mit in eure Küche nehmt. Und ... wem es an Holunder mangelt ...


... nur zu, bei uns im Garten hats davon noch baumweise.

Geniesst den Feiertag!


Eure Ida

Dienstag, 20. November 2012

Mmmmmh - Rüebbappe!!!!

Und die hat es heute wieder gegeben. Eben "Rüebbappe" wie sie nur meine Mutti kochen kann!



Ach, ihr wisst nicht, was Rüebbappe ist? Ja also, das ist eine Räbepappe oder übersetzt gesagt wohl ein Räbemus! Nun, jedermann mag dieses Gericht gewiss nicht. Aber ich liebe diese Pappe über alles. Es ist eines meiner Leibgerichte und das schon von frühester Kindheit an, mag ich mich doch noch dran erinnern, wie wir diese Bappe oder anders gesagt das, was vom Mittagessen davon übrig blieb, lauhwarm zum Zvieri gegessen haben, damals, als meine Grossmutti noch lebte und sie uns diese schon fast verfüttert hat - mit Brot aufgetunkt *lach*. Tja, lange ists her, nämlich schon bald 50 Jahre! Meine Güte, bin ich wirklich schon soooo alt *grins*. Aber es ist eine wunderbare Erinnerung.

Aber zurück zur Rüebbappe.
Also die macht meine Mutti jeden Herbst. Und zwar von den in ihrem Garten angepflanzten Räben. Und in diesem Jahr hats besonders schöne Exemplare gegeben. Zur Freude von mir ... und natürlich meiner Mutti und meiner Schwägerin und meinem Bruder und von der Tochter der beiden und von meiner einen Schwester und auch von der anderen Schwester ... ja ja ihr seht, wir alle lieben diese Rüebbappe. Und alle haben wir uns heut um den grossen Tisch versammelt, natürlich mit der Mutti, die bereits über 80 Lenze zählt und doch noch immer mit grossem Stolz eben ihre Rüebbappe kocht - für uns.
Mmmmmh kann ich da nur sagen.


Hm, na ja, alle von uns mögen diese Bappe dann doch nicht ...denn mein Walti, ja also, eigentlich mag er sie schon, aber er sagt jeweils: "Erscht, wenn si dur z'Sou dure isch." (Erst wenn sie durch das Schwein durch ist) :-) Ja ja, das sagt er jeweils, wenn wir alle von der feinen Rüebbappe schwärmen ... öhm, ihr versteht schon was er meint, oder doch nicht?


Und zur Bappe sind Gschwellti ein Muss (= Pellkartoffeln) und dann noch Würstli und etwas Geräuchertes. Mjami, wirklich, mir läuft grad wieder das Wasser im Mund zusammen. Und wie immer war das Mittagessen heut einfach uh legga. Und zu guter Letzt gabs dann fast ein Gerangel um den letzten Löffel Bappe ... öhm, hab ich da jetzt wohl was falsch interpretiert? *grins*


Ach, ihr wollt wissen, wie die Rübbappe gekocht wird. Nun, ich selber kann euch das nicht einmal sagen *schäm*. Meine Mutti kocht halt einfach die Allerbeste. Aber ... meine Schwägerin ist ihr auf der Spur. Klickt mal HIER!


Hoffen tue ich aber, dass wir noch oft, sehr oft die feine Rüebbappe bei meiner Mutti droben auf dem Hof geniessen dürfen - in Gesellschaft einer fröhlichen Runde. Denn auch heute wars wieder sowas von lustig mit all denen, die ein währschaftes, einfaches aber unwahrscheinlich feines Essen zu schätzen wissen.

Und bestimmt gibts auch bei euch solche Gerichte, die man heut schon fast nicht mehr kennt, die Rezepte wurden überliefert, vererbt, stehen in keinem Kochbuch, tausendmal nachgekocht und doch ... bei Muttern sind sie einfach am allerbesten!

Danke liäbs Mutti! Und schon jetzt freu ich mich auf die nächste Rüebbappe.

Habt einen gemütlichen Abend.

Ida

Sonntag, 3. Juni 2012

Welch ein süsser Duft ...

... über dem Garten schwebt seit ein paar Tagen!


Die Zeit der Holunderblüte - oh wie mag ich sie ...


Und jetzt könnt ihr auch sehen, warum der Duft ÜBER dem Garten schwebt, kommt er doch vom mittlerweilen recht stattlichen Holunderbaum. Ja auch wenn vereinzelt die Rosen ihre ersten Blüten zeigen, der Holunderbaum stellt sie allesamt in den Schatten - mächtig steht er da und zieht jeden Blick auf sich, wenn man um die Gartenecke unser grösstes Gartenzimmer betritt.

Also - nix wie ran, ein paar Blüten weniger - nein, der Baum wirds mir nicht verübeln.


Zusammen mit Zucker, Zitronen, Zitronensäure und Wasser gehts in einen grossen Topf. Und wen es interessiert - das Rezept ist von HIER!


Alles schön umgerührt und aufgerührt ... tja, das ist es schon - jedenfalls fast. Denn jetzt heisst es einfach warten, und waaaaarten und gerade nochmals warten - mindestens 24 Stunden lang. 

Hm, grübel und däumchendreh ... was soll Frau nun auch tun die nächsten 24 Stunden ... einfach waaaarten und ... oha, da flattert doch ein Schmetterling vorbei!


Ja was für ein hübsches Kerlchen sich da aber auch in den Garten verirrt hat - und der Juni-Flieder zieht ihn magisch an - hm, wer kanns dem Schmetterling verübeln, dass er bei der Blüte mal eine Pause einlegt ... dieser Duft aber auch!


Und so hat er seine Runde im Garten gedreht - und ich hinter ihm nach - bis ich von ihm, oder wohl eher gesagt wahrscheinlich er von mir die Nase voll hatte :-)

Und jetzt sind die 24 Stunden rum - die Herrlichkeit aus dem Topf kann abgefüllt werden!


Mmmmmh, wie fein das schmeckt - einfach so einen Gutsch im Mineralwasser!
Oder auch edler mit etwas Prosecco, Mineralwasser und einem kleinen Sprutz vom Holunderblütensirup. Ein Gedicht!

Habt es fein.

Ida


Mittwoch, 14. Dezember 2011

Schneesterne, Schokoküsse ...

... und Zitronenherzen!!!

Ja tatsächlich, ich habs geschafft - Weihnachtsguetzli sind entstanden - eeeendlich!!!


Ich hab also mein uraltes Kochbuch hervorgekramt. Ihr seht, schon, es ist echt alt - schon bald 40 Jahre!!! Uiuiui ... das zeigt wieder mal mein wertes Alter auf *grins* ... aber es stammt wirklich noch aus meiner Schulzeit, ists doch das Kochschulkochbuch, welches wir seinerzeit hatten. Noch ganz ohne Bilder, aber was drin steht, ich kann euch verklickern, es gilt auch für heute noch.

Also in diesem Kochbuch, da steht das Rezept drin von den absoluten Lieblingsguetzli meines Schwagers ... es sind Rum... öhm, ja also im Buch stehen sie als Vanilleringli. Aber ich  hab sie abgeändert und so entstanden eben Rumguetzli draus und die, ja also die hab ich noch nicht gebacken *schäm* ... aber sie entstehen sicher noch.



Aaaaber ... aus einem anderen Kochbuch, nämlich, dem, wo all meine Lieblingsrezepte drin stehen (na ja, eben doch nicht alle, denn mein seinerzeitiges Vorhaben, eben meine Lieblingsrezepte irgendwo zu sammeln ist auch da dran gescheitert, dass es eben viiiiel zu viele sind ... und so ist daneben noch ein Mäppli entstanden und dann auch gaaaanz viele rausgerissene Seiten aus Kochheften, die ich aber wirklich ganz schön gesammelt hab und, ja, wenns denn mal wieder was Besonderes sein soll, werden die auch durchgestöbert und jedes Mal wird es mir wieder bewusst, dass diese Rezepte ja eigentlich allesamt in mein Lieblingsrezeptebuch rein sollten ... aber daaas würde das Buch ja auch wieder sprengen ...
Aber, mir kommt grad in den Sinn, davon wollt ich euch ja gar nicht berichten!

Also zurück zu Schokoladenküsse!


Die sind also tatsächlich gestern in der Früh entstanden, noch vor meiner Arbeit. Sehen sie nicht unwahrscheinlich gluschtig aus? Und wen es interessiert - HIER das Rezept! Na ja, also meine sind nicht ganz so dolle verlaufen - hab nämlich mangels Puderzucker normalen Zucker genommen - aber sie schmecken trotzdem!


Weil Walti Zitrone unglaublich mag, musste nun auch noch was Zitroniges her und was liegt da näher wie
Zitronenherzen! Und auch HIER das Rezept.


Ich kann euch sagen, die schmecken ja fein. Nur musste ich etwas mehr Zitrone rein tun, wie im Rezept stand, und auch das dazutun von noch mehr Mandeln war nötig, sonst würd mir der Teig heut noch an den Fingern kleben :-)

Tja und last but not least ... Sterne! Guetzli ohne Sterne, das geht ja mal gar nicht.
Ein einfaches Rezept sind da meine Schneesterne!


Und weil ich das Rezept jetzt nirgends gefunden hab, schreib ich es halt gleich mal schnell rein!

Also ihr nehmt:
100 g Butter
100 g Zucker
1 Päckli Vanillezucker
1 Prise Salz
1 Vanillestängel längs aufgeschnitten und Samen ausgekratzt
2 EL starker Kaffee
1 frisches Ei
320 g Mehl (davon wirds wahrscheinlich etwas mehr sein müssen)

Butter weich rühren und alls dazugeben bis auf das Mehl und 5 Min. rühren, bis die Masse schön hell ist.
Mehl beigeben und zu einem Teig zusammenfügen. Zugedeckt rund 2 Std. kühl stellen
Dann Teig auswallen und Sterne ausstechen!
Nochmals 15 Min. kühl stellen und dann backen bei mittlerer Hitze, d.h. ca. 180 Grad 10 Min.
Auskühlen lassen.

Glasur:
1 frisches Eiweiss
1 Prise Salz
80 g Puderzucker
Alles zu einer Masse zusammenrühren, d.h. stopp, zuerst das Eiweiss steiff schlagen mit der Prise Salz und dann Puderzucker daruntermischen. Mit einem Spritztütchen dann die Glasur auf die Sterne verteilen.
Und fertig!


Die sehen doch auch ganz fein aus, nicht?


Konnte auf jeden Fall nicht widerstehen und hab mir auch gleich ein paar Sternchen gegönnt - gestern Abend!


Ja ja, Guetzliduft, der seit Montag durch unser Haus zieht - aber jetzt hab ich mal genug davon -
... obwohl, also das Lieblingsguetzli meines Schwagers, das soll dann doch schon noch entstehen!

Habt ihr auch Lieblingsrezepte, Guetzli, welche jedes Jahr ein Muss sind an Weihnachten? Hm, bei mir, ja also  ich liebe Weihnachtsgebäck in allen Varianten - aber ... am allerallerliebsten, wenn die Guetzli schön klein sind, so hab ich das Gefühl, es macht nix, wenn ich auch eins oder zwei oder drei mehr stibitze :-)
Und ja, Kalorien zählen, das kann man dann im Januar ja wieder ... muss doch dann auch noch was zu tun haben ...

Habt es gut!

Ida


Dienstag, 25. Oktober 2011

"Bhaltis" ... Huch, wo ist Plan B?

Das war heut für mich die Frage ... denn es ist eingetreten, was ich schon befürchtet hab.

 
Die rote Glasur - die böse aber auch ... nun, die reist mal schön im Schneckentempo - will wahrscheinlich noch was von der Welt sehen, bevor sie denn eingebrannt und für immer mit dem Tonscherben verbunden werden soll. Nun, Tatsache ist, dass sie bei mir bis heut nicht eingetroffen ist - eben DIE rote Glasur, die für die Herzen hätt herhalten müssen. 


 Und die Herzen ... ja eben, die wollt ich eigentlich nicht einfach so verkaufen am Herbstmärt am Samstag, nein nein, die hätten eben als kleine "Bhaltis" herhalten dürfen. Ein kleines Geschenk halt für meine Kundschaft ... denn schliesslich ist der Herbstmärt gluschtig und fröhlich und mit einem kleinen "Bhaltis" wird er doch grad nochmals fröhlicher und zaubert den Menschen ein vielleicht noch breiteres Lachen ins Gesicht.


Aber eben - doofe Glasur aber auch ... Tonherzen wird’s jetzt aller Wahrscheinlichkeit nach eben nicht mehr geben - (sniff - soooo schade) -  ausser, der Pöstler besinnt sich und bringt die heiss ersehnte Ware Morgen doch noch. 



Aber länger tatenlos zuwarten, nööööö, das geht einfach nicht.  Plan B musste her - obwohl, bis heut hatte ich ja gar keinen *grübel*. Nun Getöpfertes ... definitiv nein, dazu reicht die Zeit jetzt echt nicht mehr. 
Nun denn, Backschüssel tönt doch auch gut und hört sich nach einem Plan B an und so hab ich heut Abend eben zur derselben gegriffen und Cantuccini's gebacken. Kennt ihr dieses italienische Mandelgebäck? Mjami, kann ich da nur sagen!

 
Ich mag sie, obwohl, bei mir wird’s zu Kaffee gereicht. In Italien, da sind wohl der süffig süsse Vin Santo  und die Cantuccinis ein schier unzertrennliches Paar.


Also, diese "Bhaltis" sind zwar auch recht hart und wer nicht aufpasst, kann sich daran auch einen Zahn ausbeissen - wie an den Tonherzen ja auch (aber wer beisst schon in ein Tonherz *grins*). Aber sonst haben die Cantuccinis mit den Tonherzen schon nicht wirklich viel am Hut - ausser eines - es sind jetzt auch "Bhaltis".

 
Dann hoff ich mal, dass diese ja auch selbst gemachten "Bhaltis" am Samstag die Kundschaft erfreut.
Und wer jetzt nicht zu mir an den Herbstmärt kommen kann - nun, dem sei hier das Rezept verraten :-)

500 gr Mehl
300 gr Zucker
2 TL Backpulver
4 Pk. Vanillezucker
1 Fl. Bittermandelöl
2 Prisen Salz
50 gr Butter weich
4 Eier

Diese Zutaten miteinander vermischen

300 gr Mandeln geschält + ganz
dazugeben und dann den doch recht klebrigen Teig am besten von Hand zusammenkneten. Zu einer Kugel formen und 30 Min. im Kühlschrank ruhen lassen.

Dann: Teig in 12 Teile schneiden und 12 Teigrollen formen. Diese auf 2 Backblechen verteilen.
Im auf 180° vorgeheizten Ofen 15 Min. backen.
Teigrollen erkalten lassen, dann schräg in ca 1 cm dicke Scheiben schneiden. Cantuccinis mit Schnittfläche auf Backblech legen und erneut 10 Min. backen.

Ausgekühlt in Blechdose verpacken ... oder in kleine Säckchen abpacken und verschenken :-)


Habt es gut und gönnt euch zwischendurch auch mal so ein "Bhaltis" zu einem Käffchen ... tut sooo gut!
Ida

... und nein Miro, das ist definitiv nix für dich! :-)

Samstag, 11. Juni 2011

Hommage an den Gemüsegärtner!

Jaaaa, ich weiss, eine "Hommage an den Gemüsegärtner" ist schon ziemlich aussergewöhnlich, ja vielleicht sogar ein bisschen "schräg". Und ... mein Gemüsegärtner ist weder eine öffentliche Persönlichkeit, der man sich verpflichtet fühlt, noch stehe ich selbst in der Öffentlichkeit. Und wenn ihr noch mehr über die "Hommage" wissen wollt, dann lest doch einfach HIER weiter. ABER ... ihr könnt auch sehr gerne hier weiterlesen :-)



Also zurück an meinen Gemüsegärtner - ja, wie ich schon hie und da geschrieben hab, ist der Gemüsegärtner in unserem Garten MEIN Mann. Mit viel Hingabe pflegt er seine Beete, ja er kanns im Frühling kaum abwarten, bis die Gartensaison wieder losgeht!


Dementsprechend wird natürlich auch gepflanzt! Vom Salat (und das diverse Sorten) bis zum Sellerie, vom Fenchel bis zu den Kohlrabi, von den Stangen- bis zu den Buschbohnen, vom Zucchetti bis zu den Tomaten, von Zwiebel bis zu Kartoffeln, von Radiesli bis zu Johannisbeeren,  (hm, hab ich jetzt wohl was vergessen????) ... ist alles vertreten.


Ach ja, ich hab den Blumenkohl noch vergessen und Romanesco wächst auch noch irgendwo und DER Kohlkopf oben rechts ... der war überhaupt nicht geplant, der ist einfach so reingehüpft als blinder Passgier bei den Kohlräbli.


Und seit neustem gibts bei uns sogar noch Johannisbeeren - an einem Bäumchen versteht sich ... dann kriegt man auch keine Rückenschmerzen beim ernten ... (Aussage meines Mannes *grins*)


Und gestern  hab ich dann gleich Johannisbeermuffins gebacken (aber von Johannisbeeren aus dem Garten der Nachbarin ... denn die aus unserem Garten sind noch gar nicht reif und wohl sowieso zuwenig *lach*). Mjami, die Muffins sind uh fein und so schnell gemacht.

Also man nehme:
125 gr. Zucker
1 Pk. Vanillezucker
1 Ei
60 ml. Öl (Raps- oder Sonnenblumenöl)
200 ml Natur-Joghurt
(ich hab einfach einen Becher genommen = 180 gr ... und noch einen Gutsch Milch dazu)
250 gr. Mehl
1 Pk. Packpulver
ca. 250 - 350 gr. Johannis- oder andere Beeren

Zucker, Vanillezucker und ei schaumig rühren, Öl und Joghurt zufügen, Mehl und Backpulver mischen und unterrühren, gewaschene Beeren dazugeben. Muffinblech fetten oder Papierförmchen verwenden (geht natürlich viiiiiel einfacher *lach*), diese zu 2/3 füllen und dann bei 170° Umluft oder normal 180° ca. 20 - 25 Minuten backen.
Und dann auskühlen lassen und geniessen. Sie schmecken einen Tag oder auch zwei ... am 3. Tag bestimmt nicht mehr, denn dann sind sie bestimmt weggeputzt :-)
Und ach ja, das gibt 12 Stück.

Aber jetzt wieder zurück zum Gemüse ...


... wie schon gesagt, im Gemüsegarten, da ist meine Hand nicht wirklich gefragt ... nun, ich könnt es meinem Mann wohl auch  nicht so richtig recht machen *zwinker*. Und nein, er ist auch nicht Gärtner von Beruf - aber eine Passion ist das (Gemüse)Gärtnern dann schon von ihm ... und wahrscheinlich kann er nach der auswärtigen Arbeit auch so schön den Kopf auslüften bei seinen knackigen Zöglingen. 

Ich bin es dann, die in den vollen Genuss seiner Arbeit kommen darf ... na ja, er hinterher dann auch wieder in den Genuss meiner Arbeit, bin ich es doch, die ernten und all das Feine verwerten darf ... aus unserem kleinen aber uh feinen Gemüsegärtchen!
Ein Garten, der derzeit so viele Überraschungen birgt und so Vieles hergibt - es ist eine wahre Freude!

Was gibt es herrlicheres, als sich knackiges Gemüse, Salat & Co. aus dem eigenen Garten zu holen!

Und hier das Rezept von ................. öhm ne, also eine Salatsauce werdet ihr alle ja noch ohne mein Zutun hinkriegen, oder :-)

Euch allen wünsch ich schöne Pfingsttage.
Von Herzen

Ida