Da haben wir uns also ein Haus gekauft, vor über 18 Jahren. Und nein, es war kein neues Haus, es war ein über 20jähriges Haus. Aber wir wollten es so. Und ja, damals haben Bekannte irgendwann mal die Bemerkung gemacht von wegen ..."so, habt ihr also auch ein Fass ohne Boden gekauft"!
Nun, diese Bemerkung ist uns schon etliche Male im Kopf rumgeschwirrt. Denn ... ja, es ist ein Fass ohne Boden, so ein Häuschen.
Na ja, man kann auch einfach alles so sein lassen ... und irgendwann muss man dann einfach froh sein, wenn die Efeu- und anderen Ranken das Fenster noch soweit zusammenhalten, dass die Scheiben nicht aus dem Rahmen purzeln.
Irgendwie sind wir aber seit Jahre daran zu erneuern, renovieren ... angefangen bei der Heizung, welche nun bald wieder erneuert werden müsste, bis zur neuen Küche.
Wände wurden gestrichen ... und wieder übermalt ...
Fliesen gelegt und Teppichböden rausgerissen ... alles so "no dis no" (nach und nach) - immer wieder mal was.
Das neue Badezimmer kam einmal richtig top daher und ich dachte, dass ich niemals mehr etwas anderes haben wollte in diesem Haus. Öhm, nur ein paar Jährchen später - na ja, mittlerweilen sind das eben auch schon wieder über deren 10 denke ich da bereits wieder anders.
Auch die vor ein paar Jahren neu gestrichene Fassade schaut aus, als ob sie jetzt bereits wieder mal neue Farbe vertragen würde.
Und jetzt, ja jetzt wird das in die Jahre gekommene Dach ersetzt - endlich! Eigentlich hätten die Arbeiten schon im Frühling über die Bühne gehen sollen, aber der Sommer war bekanntlich auch keiner für Dachdecker
Es rumpelt derzeit rings um Haus, denn das Häuschen muss eingerüstet werden ...
Hihi, man könnte bald sagen, von Fuss bis Kopf alles neu ...
... aber was heute neu ist, ist ein paar Jährchen später schon wieder überholt.
Aber wo ist das nicht so? Auch im Leben bleiben wir ja nicht stehen - hoffentlich! Auch dieses muss doch immer auch wieder mal etwas aufgefrischt werden. Altes überdenken wir, Neues lassen wir zur Türe rein. An Altbewährtem halten wir uns vielleicht fest, aber auch da heisst es, bedacht damit umzugehen und eben auch alten Ansichten, Meinungen vielleicht auch mal einen neuen Anstrich zu verpassen ...
Unser kleines "Fass ohne Boden" werden wir also wohl weiterhin immer wieder mal überholen, da etwas ersetzen, austauschen, anbauen, reparieren, übermalen. Aber ... schön ist es, so ein Fass ohne Boden zu haben. Insbesondere auch mit dem Ringsrum, dem Garten, welcher nun langsam aber sicher sein Herbstkleid überzieht.
Ich bin aber schon froh, wenns denn wieder vorüber ist und dankbar bin ich, wenn Herr Petrus die nächsten Tage seine Schleusen zugedreht hält!
Froh wird aber auch Herr Miro sein, wenn die Arbeiter wieder abziehen. Er mag es gar nicht, in seinem Reich von Fremden gestört zu werden.
Und nun werde ich den Spätsommertag geniessen - draussen im Liegestuhl ... öhm, nein, geht ja mal gar nicht, wenn Handwerker ums Haus werkeln ;-)
Geniesst die Tage!
♥
Eure Ida